Okeashi (Gegengeschenk)

1988

Miniphonplatte in Pergamentpapierhülle, gestempelt mit Fischmotiv

11,3 x 16,2 cm

Preis
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Masanori Akashi, der Veranstalter der Tödliche-Doris-Performances in Japan 1988 informierte die Gruppe, daß nach dem Konzert einige Fans mit Geschenken kämen. Diese Fans erwarteten von Nicht-Japanern kein Okaeshi, ein Gegengeschenk. Deshalb könnte man sie überraschen. Die Mitglieder der Tödlichen Doris verpackten überzählige Miniphon-Platten von "Chöre & Soli" in kleine Pergamenttüten und stempelten diese mit dem Covermotiv der ersten 10inch.

Reenactment (I)

2019

Major Label, Jena/Leipzig

Kartonbox

LP mit den Sounds von 31 Vibratoren

31 Drucke von Zeichnungen von Vibratoren von Tabea Blumenschein

Rezensionen von 31 Vibratoren von Katrin Kämpf

Preis

€ 56,-  (inkl. MwSt., zzgl. Versand)

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Seitdem die Ausstellung Geniale Dilletanten vom Goethe-Institut um die ganze Welt reist, bekennen sich immer mehr Menschen dazu ein/e Geniale/r Dilletantin zu sein. Doch Wolfgang Müller (*1957), durch dessen Buch Geniale Dilletanten der Rechtschreibfehler 1982 etabliert wurde, ist längst woanders. Er erinnerte sich an Das Typische Ding, welches er ein Jahr vorher aufnahm, mit Dagmar Dimitroff (*1960 – 1990), dem Bandmitbegründer Nikolaus Utermöhlen (*1958 – 1996) und dem Filmstar Tabea Blumenschein (*1952).
Die Verwandtschaft der Wörter „Dilletant“ und „Dildo“ liegt  auf der Hand. Das lateinische Wort dilettare bedeutet erquicken und laben: Der Dilettant ist folglich der Liebhaber.
Im Klangspektrum einunddreißig zeitgenössischer Vibratoren wohnen wir einem Reenactment von Die Tödliche Doris 2019 bei. Sie erscheint uns als Performerin, Musikerin und Instrument in einem. Dabei kommt sie uns näher als jemals zuvor.
Die Bandmitglieder sind 39 Jahre jung und tragen frische Künstlernamen wie Kushi, Cayona, Touch, Womanizer2go oder Little Paul. Mit ihren klangvollen Lustkörpern verbreiten sie außer- und übermusikalisches Vergnügen.
Tabea Blumenschein hat ihre neuen Bandkolleginnen auf das Freundlichste willkommen geheißen. In ihren filigranen Farbzeichnungen fing sie die Persönlichkeiten ihrer  Bandkolleginnen ein: wir entdecken einunddreißig höchst eigenwillige Individuen, allesamt ausgestattet mit großem Starpotential.
Im Tonstudio des Geräuschexperten Frieder Butzmann versetzte Kulturwissenschaftlerin Katrin Kämpf die Geräte in den Betriebsmodus. Ihre Sex-Toy-Rezensionen aus der Zeitung L_Mag befinden sich in deutscher Originalfassung, englisch übersetzt von Anne Gaschütz auf den  Rückseiten der 31 Band-Portraits von Tabea Blumenschein.

Tabea Blumenschein * Wolfgang Müller * Instrumente: Katrin Kämpf    Design: Lars Nagler

feat.

VibratingBullet, Better Than Chocolate, Tiani 2, Getaway, Rave, Flare, Cayona, Penguin, Laya 2, Touch, Cupcake, Form6, BonBon, Magic Massager, Siri2, Kushi, Feder, SallySea, Stronic Pulsator II, We Vibe Nova, Iroha-Stick, Partner Whale, Vortex Vibrations, Little Paul, Tango Smartvibe, Rub my duckie, Motorhead Overkill, Phoenix Magma Toy, Iris, partner plus und womanizer 2go.
 

Presselinks:

Benjamin Moldenhauer im Spiegel. 

Jan-Paul Koopmann in der Jungle World.

 

Gedankenpfad Laibtätigkeit Aidmann

2019

20 Seiten | zahlreiche Abbildungen

Beinhaltet eine CD mit dem Stück "Überlieferung Josef Pfeuffer 3.6.76"

Auflage 100 | Nummeriert, gestempelt und signiert von Wolfgang Müller

Hybriden Verlag Berlin

Preis

€ 20,- (inkl. MwSt., zzgl. Versand)

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Zu den Aufnahmen, die Nikolaus Utermöhlen in Die Tödliche Doris einbrachte, gehörte die eines alten Tonbands von einem Herrn namens Joseph Pfeuffer. Dieser lebte in einem kleinen Dorf in der Nähe von Würzburg und galt den Einwohnern als Verrückter, Einsiedler und Außenseiter. Mehrfach war er schon in die Nervenklinik eingewiesen worden. Sein Fachwerkhaus hatte er von oben bis unten in leuchtenden Farben mit selbst verfassten Gesetzen und Geboten beschrieben. Er sah beeindruckend aus, erinnerte sich Nikolaus. Er sei von Joseph Pfeuffers Phantasie und Eigensinn beeindruckt gewesen. Hin und wieder besuchte er ihn. Er sei nämlich sehr gastfreundlich gewesen. Irgendwann habe Pfeuffer Nikolaus vertrauensvoll eine seiner Tonbandspulen geschenkt. Auf dieser hatte er seine Forderungen und Ultimaten aufgenommen, immer wieder unterbrochen von genauen Zeitangaben. 

Dieses Tonband war nun die Basis des Tracks „Überlieferung Joseph Pfeuffer 3.6.76“, einem Beitrag der Tödlichen Doris für den Sampler „Lieber Zuviel Als Zuwenig“ (ZickZack Sommerhits 81).

Als wir den Beitrag produzierten, war Dagmar Dimitroff spurlos verschwunden. Sie war Teil einer bizarren sektenartigen Gruppe um den ungarischen Künstler Janosch geworden, dem Bruder der Videokünstlerin Vera Body. Seitdem war sie völlig unberechenbar, verpasste Verabredungen und hatte starke Stimmungsschwankungen. Ein paar Wochen zuvor hatten Dagmar, Nikolaus, Tabea und ich noch die Studioaufnahmen für unsere erste LP abgeschlossen, die 1982 erschien. Danach war Dagmar nicht mehr zu erreichen. Wir überlegten, wie wir Kontakt aufnehmen könnten. Wir schätzten ihr kraftvolles Schlagzeugspiel und ihre wunderbare Stimme, die auf „fliegt schnell laut summend“ zu hören ist. Wo war Dagmar?

So sprach ich meinen Suchaufruf in das Mikrophon des Aufnahmestudios in den letzten Sekunden des 2:30 Minuten langen Pfeuffer-Tracks. Dort ertönt ein mehrfaches: „Dagmar melde Dich!“

Wolfgang Müller, 11.1. 2019

Kostüme

2018

92 Seiten | 48 farbige Abbildungen

Mit einem von Tabea Blumenschein gestaltete Beutel, einer postkartengroßen Originalarbeit von Wolfgang Müller sowie dem Film der Tödlichen Doris Kulisse 

Hybriden Verlag Berlin

Auflage 120

Preis

€ 120,- (inkl. MwSt., zzgl. Versand)

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„Kostüme und Klamotten waren extrem wichtig für Die Tödliche Doris. Denn ohne Kleidung wäre Doris überhaupt nicht wahrgenommen worden. Man kann sogar sagen: Allein ihren Klamotten verdanke sie ihre Existenz.  Doris besaß nämlich weder einen Körper, geschweige denn eine Identität. Also weniger als gar nichts. Einzig durch ihre Klamotten konnte ihre Anwesenheit festgestellt werden.“ (Wolfgang Müller)

Das Künstlerbuch enthält den digitalisierten Super-8-Film KULISSE von Nikolaus Utermöhlen und Wolfgang Müller D 1984, 54 min. auf DVD.  Jedes der 120 Exemplare liegt in einer von Tabea Blumenschein gestalteten und handsignierten tote bag mit Aufschrift: „Ich bin Die Tödliche Doris!“ Zudem enthält jedes Buch eine von Wolfgang Müller gestaltete Federpostkarte, signiert und nummeriert.

Performance

2017

100 Seiten | zahlreiche farbige Abbildungen

Mit einer Originalzeichnung von Wolfgang Müller sowie 2 Film DVDs mit 31 Videos der Tödlichen Doris 

Hybriden Verlag Berlin 

Preis

€ 120,- (inkl. MwSt., zzgl. Versand)

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Mit – Die Tödliche Doris - Performance macht sich Wolfgang Müller (* 24.10. 1957) zu seinem 60. Geburtstag selbst ein Geschenk.

In diesem Künstlerbuch beschreibt er die Hintergründe performativer Aktionen der Gruppe, die er 1980 zusammen mit Nikolaus Utermöhlen (*1958 – 1996) gründete. 1987 löste sie sich in Weißwein auf. Ab 1981 schlossen sich weitere Mitglieder an wie Chris Dreier (*1960), Tabea Blumenschein (* 1952), Dagmar Dimitroff (1960 – 1990) und Käthe Kruse (*1958). 

Wolfgang Müller und Nikolaus Utermöhlen waren von 1980 bis 1987 Studenten der Filmklasse bei Prof. Wolfgang Ramsbott an der UdK und drehten eine Vielzahl von Super-8-Filmen, die sich heute in Sammlungen wie zb. dem Hamburger Bahnhof – Museum der Gegenwart Berlin, der Kunsthalle Hamburg, Design-University Kobe, Japan oder im Schloß Moritzburg, Sächsisch-Anhaltinische Kunstsammlung befinden.

Allein aus finanziellen Gründen war das Medium Video in den frühen Achtzigern für die meisten Kunststudenten kaum zugänglich. Trotzdem entstanden mit Hilfe geliehener Kameras oder mit Hilfe von Fernsehproduktionen eine Anzahl Videos, die in Die Tödliche Doris - Performance erstmals in 31 digitalisierten, überarbeiteten und restaurierten Fassungen zu sehen sind. 

Die Videos bearbeitete Wolfgang Müller von 2008 bis 2016 mit Hilfe von Ming Wong und unter Supervision von An Paenhuysen im Videostudio von Ulf Wrede. Darunter sind Entdeckungen wie ein Auftritt der Tödlichen Doris im New Yorker The Kitchen, betitelt „Hommage an Allan Jones“ oder die Debüt-Trilogie in der NDR-Videonacht im gleichen Jahr, 1984. 

Im Video „Chöre und Soli“ (1984) wird der Übergang vom Medium Film zum Medium Video durch die im S-8-Filmformat projizierten Köpfe deutlich. Themen wie Dekonstruktion und Rekonstruktion werden sowohl in den Performances als auch der Technik umgesetzt. Der Begriff Performance wird auf das Medium selbst erweitert: „Nicht nur die auf den Bändern sichtbare Performance, sondern auch der Prozess der Bearbeitung der Videos selbst ist ein performativer Vorgang, also eine Performance.“, so Wolfgang Müller: „Für Die Tödliche Doris schloss der Begriff Performancesämtliche Prozesse der Materialisierung, der Metamorphose und der Interaktionen zwischen Individuen, Medien und Zeiträumen ein.“  


 

DVD 1

01 Festival Genialer Dilletanten, 1981 (07:34)

02 Konzert SO36, West Berlin 1982 (12:32)

03 Naturkatastrophengesang, 1982 (01:21)

04 Naturkatastrophenballett, 1983 (01:47)

05 Naturkatastrophenkonzert, 1983 (02:56)

06 Über-Mutti Live Konzert Paris 1983 Played Back Berlin 1984 (04:21)

07 Pfadfindertreffen, 1984 (05:34)

08 Kavaliere, 1984 (06:22)

09 Chöre und Soli, 1984 (03:46)

10 Debüt, 1984 (04:17)

11 Matinée LIVEPLAYBACK (06:26)

12 Die Schuld-Struktur (Rekonstruktion), 1984-2009 (01:26)

13 Hommage an Allen Jones (03:13)

14 Kavaliere LIVEPLAYBACK, 1985 (07:47)

15 Noch 11 Vorstellungen, 1985 (16:00)

16 Maria, 1985 (02:31)

 

DVD 2

17 Interview, 1985 (02:39)

18 fliegt schnell laut summend LIVEPLAYBACK, 1985 (03:19)

19 Zwei Herzen/Two Hearts, 1985 (01:24)

20 Werbespot/Advertisement, 1985 (00:34)

21 Metamorphosis into Doris, 1985 (00:40)

22 I. Debüt in Helgoland "art performance" (12:05)

23 II. Unser Debüt "rock show“ (07:39)

24 III. Allgemeines Debüt „Volkskunst/folkart" (3:39)

25 Nachdenken, Gedächtnis und Gesang, 1986 (06:44)

26 Noch 0 Vorstellungen, 1987 (04:37)

27 Ausflug, (documenta VIII), 1987 (01:54)

28 DIE GESAMTHEIT ALLEN LEBENS UND ALLES DARÜBERHINAUSGEHENDE, 1987 (05:02)

29 Gemischter Chor/Blended choir,1989 (02:13)

30 Song of BAT (I), 1989 (01:02)

31 Song of BAT (II), 1987 (03:59)

 

 

 

Losspielen

2013  

Musikkassette  
Gestempelt von Wolfgang Müller

Limitierte Edition von 100 Kopien

Preis

€ 36,- (inkl. MwSt., zzgl. Versand)

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Proben im SchwuZ für den ersten Auftritt im Kuckuck, Westberlin, November 1980

Gemastert von Sven Mühlender im Not Not Fun Studio, Berlin

Erschienen 2013 bei Mauerstadtmusik und Galerie K'.

MM011  |  K'01

Tracklist
A1 Wir spielen uns in die Herzen des Publikums und tanzen in den Frühling
A2 Der Astronaut und der Kosmos (Erstfassung)
A3 Warm Leatherette
B1 Losspielen

 

Neues aus der Wiederveröffentlichungshölle
Besprechung von Frank Apunkt Schneider  |  testcard #23

(...) Nach all dem anderen Zeugs, das von ihnen in den letzten Jahren zur Wieder- bzw. Erstvorlage gegeben wurde, bringt "Losspielen" (Mauerstadtmusik/K'/Tape) – eine gemeinsame Anstrengung von Mauerstadtmusik und der Bremer Galerie K' stilecht im Audiokassettenformat – nun – endlich! – die Proben für den ersten Auftritt im November 1980. Und das hat uns natürlich gerade noch gefehlt! Wer sich trotzdem ernsthaft darauf einlässt, wird mit einer um sich tastenden, noch von der eigenen psychedelischen Vergangenheit (die durchs Schlüsselloch des Kaumspielenkönnens gequetscht wird) benommenen Protomusik belohnt, in der „Happy Birthday“-Flusen, ungeschlachter Eintonbass und beiläufiges Drumboxrappeln aneinander vorbei treiben, aber eben manchmal auch ganz überraschend zueinander finden.

Das Band ist entweder kaputt, wurde nachträglich verfremdet oder wir wohnen tatsächlich der Erfindung des Tape-Scratchens bei. Und nach dem ich das jetzt mehrfach durchrumpeln habe lassen, fällt mir auf (oder bilde ich mir ein), dass all dem Wiederholungszwang und Stillstand, dem lieblosen Arrangement und der von der Leine gelassenen Willkür ein verkanteter, schwer fassbarer Wille zur Form innewohnt, eine Konzentration, die der banalen Selbstverwirklichung durch Dilettantismus (für die der „Wir nehmen auf“-Enthusiasmus des NDW-Kassettenuntergrunds zu Recht gefürchtet war) noch einmal von der Schippe gleitet. Immerhin trägt das ausgedehnte Eröffnungsstück den Titel „Wir spielen uns in die Herzen des Publikums und tanzen in den Frühling“. Das wird als Textzeile sehr gewissenhaft und beinahe protestantisch wiederholt; gründlich genug um den Schlager als Folie erscheinen zu lassen, ohne die diese Musik nicht zu verstehen ist. Schließlich war er die einzige deutsche Poptradition, zu der sich der BRD-Untergrund damals irgendwie verhalten konnte.

Was dann beim Konzert auch immer geschehen sein mag, es hat ganz sicher nicht im Herzen von wem auch immer stattgefunden und getanzt wurde darauf vermutlich nicht einmal in den Untergang. "Losspielen" bleibt Trümmerlandschaft, musikalischer Nachkrieg, ein mühsam zusammengeschustertes Provisorium, ein Platzhalter. Die im Prinzip sehr sachliche Kaputtheit, die weder weinerlich gestimmt, noch endzeitstimmungshalber aufgekratzt daherkommt, wirkt auf merkwürdige Weise fast beamtenmäßig: eine ästhetische Verwaltungstatsache. Das Kollektiv, von dem sie im Eröffnungsstück mit kalkuliertem Realitätsverlust träumt, darf sie nämlich nicht stiften, wofür die programmatische Unbeschwingtheit der Doris-Musik ja auch Sorge trägt. Vier waschechte Exorzismushits also, die dennoch die Frage aufwerfen, wie der Veröffentlichungswahnsinn der letzten Jahre zum Konzept der Tödlichen Doris passt, wie Wolfgang Müller es zuletzt in "Subkultur Berlin" erklärt hat … Wie dem auch sei, ein weiteres Platten-Multiple mit Stempel, handschriftlicher Nummerierung und entsprechendem High-End-Preis ist bereits angekündigt. Der Kunstmarkt (und sein Bedürfnis nach Sammelbarem) ist schließlich ein der letzten Möglichkeiten, gewinnbringend (wenn auch nur aufmerksamkeitsökonomisch) zu veröffentlichen… (...)

 

E-Mail an die Galerie K'

Wolfgang Müller |  14.07.2013

Lieber Radek, lieber Eric,

Frank Schneider beschreibt Musik ja immer sehr schön, anschaulich und ausführlich. So auch das "Probetape" der Tödlichen Doris - für dass er sich viel Mühe gibt, was ich gar nicht ironisch meine. Aber in diesem Fall gibt er sich möglicherweise zu viel Mühe. Es dokumentiert tatsächlich NUR die erste grauenvolle Probe.

Dieses limitierte und signierte, in Spezialbox, das Multiple usw. usw. - klar, das scheint ihm wie eine Masche vorzukommen, ist es sicher auch, weil das Interesse an solchen Produkten ja da ist. War das aber nicht immer so? Wenn es in den 1970-er Jahren nicht plötzlich eine starke Nachfrage nach Druckgrafik und Radierungen in limitierter Auflage gegeben hätte - dann wären viele schöne Drucke von Dieter Roth eben nie erschienen. Sie würden nicht existieren. Das würde mich heute ärgern. (Obwohl andererseits auch nicht - man kann sich ja nicht über etwas ärgern, was gar nicht existiert.)

Vielleicht verkennt der Rezensent ein bisschen die in den 1980-er Jahren doch sehr eingeschränkten Möglichkeiten der Publikation für Künstler aus dem Klang-, Musik, Performancebereich - und die erst seit 2000 immens gewachsenen Möglichkeiten.

Was mir beispielsweise selbst nicht so gefällt, sind endlose Editionen von Live Konzerten, wie es Throbbing Gristle oder eher einzeln auch Einstürzende Neubauten veröffentlichen. Die Konzerte der Tödlichen Doris habe ich zwar auch alle auf Band, aber sie erscheinen sicher nicht als Edition in einer Box mit 15 LPS. Da würde mir Musik zu sehr zum Fetisch. Was Frank Schneider etwas übersieht, ist, dass alle nach 1988 erschienen Doris-Publikationen immer Dokumente sehr spezieller, abgeschlossener Konzepte sind, keine "Best of" oder reine Konzertdokumente.

Aber natürlich neigt sich der Vorrat des unveröffentlichten Materials aus den 1980-er Jahren jetzt auch dem Ende entgegen. Ich denke, da wird jetzt nach der Vinyl-Maxi STOPP nichts Neues mehr erscheinen. Vielleicht wünscht er sich das ja (dass nix mehr erscheint) - da hat er Recht und dieser Wunsch erfüllt sich wohl.

Viele Grüße aus Reykjavík, 12 Grad Nieselregen

Wolfgang

Why Die Tödliche Doris was never exhibited in the Berlin Gallery

2018

Rollenspiel von Wolfgang Müller und An Paenhuysen 

Walther von Goethe Foundation | englisch | signiert

Preis

€ 18,- (inkl. MwSt., zzgl. Versand)

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Why The Deadly Doris Was Never Exhibited in the Gallery Berlin ist eine Komödie über die Kunstwelt und ihre gesellschaftlichen Bedingungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts.  Die belgische Kuratorin Marie Vandenberghe und der deutsche Künstler Fred Reich wollen eine steile Karriere in der Berliner Kunstszene machen - sie scheitern grandios, nachdem sie in das Büro von Prof. Gerhardt Löder, dem Direktor der Gallery Berlin geraten. 

Die Lagerbestände der Tödlichen Doris

1991

Karton mit Offsetdruck und Rohrschachfleck 

Einladungsunikate zur Ausstellung in der Galerie von Witzleben | Karsruhe | 29.6. - 9.8.1991

42,0 x 29,7 cm (mittig gefaltet) 

Auflage 9

Preis
€ 450,- (inkl. MwSt., zzgl. Versand)

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Cadavre Exquis auf Messeflyer (Art Frankfurt)

1991

Faltblatt mit Offsetdruck, rückseitig mit Originalzeichnung

21 x 21 cm

Auflage 120

Preis
€ 240,- (inkl. MwSt., zzgl. Versand)

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Naturkatastrophen

1985

Buch und "7 Schallplatte

Gelbe Musik Berlin 

Mit Textbeiträgen von Dietrich Kuhlbrodt und Christian Borngräber in deutscher und englischer Sprache.

Fotos von Jürgen Baumann, Nan Goldin, Guido Hübner, Barbara Mohren und Nikolaus Vermöhlen. 

Preis

€ 58,- (inkl. MwSt., zzgl. Versand)

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Ephemera

Preise

Siehe Bildunterrschrift (inkl. MwSt., zzgl. Versand)

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