Frank Apunkt Schneider

Als die Welt noch unterging. Von Punk zu NDW

Donnerstag, 18. April 2013, 18.00 Uhr

Als die Welt noch unterging... war vieles möglich. Die Endzeitstimmung um 1980 gab Punk und New Wave erst den nötigen Schub. Sie sorgte für einen unglaublichen Ausbruch von Aktivität und Kreativität. Vorm Hintergrund des atomaren Wettrüstens glaubte niemand mehr an eine große Zukunft – deshalb war plötzlich alles erlaubt, ohne Rücksicht auf Verluste.

Frank Apunkt Schneider entfaltet die Geschichte der Neuen Deutschen Welle und des deutschen Punk-Underground bis hinein in Regional-, Kassetten- und Fanzine-Szenen. Neben den mittlerweile kanonisierten Klassikern dieser Bewegung, (z.B. DAF, Fehlfarben) rückt er sowohl Chartbreaker wie Trio oder Extrabreit als auch Underground-Acts wie Kosmonautentraum und Familie Hesselbach in den Fokus. Schneider zeigt historisch bedingte Schnittmengen auf, erzählt von Freund- wie Feindschaften, stellt Epizentren in der Provinz gegen die Metropolen und knüpft immer ans Hier und Heute an. Als profunder Kenner gibt er einen detailreichen Einblick in die (Gegen-)Kulturgeschichte der BRD zwischen 1976 und 1985.

"Als die Welt noch unterging" (Ventil Verlag, Mainz) ist das mit Abstand umfangreichste Buch zur Neuen Deutschen Welle, mit kommentierter Diskografie und einer Kassettografie im Anhang.

In Kooperation mit ExLibris und mit freundlicher Unterstützung durch die Rosa Luxemburg Initiative Bremen

Frank Apunkt Schneider, geboren 1969, lebt zurzeit als unfreier Autor, unfreier Lektor und unfreier Künstler in Bamberg. Mitglied der KünstlerInnengruppe monochrom in Wien. Darüber hinaus Autor von primär-, sekundär- und tertiärliterarischen Texten, schreibt u. a. für testcard, Bad Alchemy und Intro.

Zur Ausstellung Plasmabrocken – Die Kunst der Zukunft