Wolfgang Müller

Wolfgang Müller (geb. 1957, Wolfsburg, BRD) studierte von 1980 bis 1985 an der Hochschule der Künste, Berlin. 1980 gründete er die Punk-Kunst-Band Die Tödliche Doris. 1982 war er Herausgeber des Buches Geniale Dilletanten. Seit 1990 besucht Müller Island, 2001 gründete er das erste private Goethe-Institut in Reykjavik – aus rechtlichen Gründen musste er es noch im selben Jahr in „Walther von Goethe Foundation“ umbenennen.

Solcherart Missverständnisse reizen Müller seit den Anfängen der Tödlichen Doris. Gerade Uneindeutigkeiten und Dissonanzen in als abgeschlossen gesetzten Identitätskonzepten sind immer wieder Thema seiner Arbeiten. Auch arbeitete er häufig zu kulturellen und historischen Aspekten der Natur. So rekonstruierte er in der Arbeit Séance Vocibus Avium 2008 die Stimmen ausgestorbener Vogelarten.

2013 erschien von ihm Subkultur Westberlin 1979–89. Freizeit (Philo Fine Arts). Zuletzt veröffentlichte er beim Bayerischen Rundfunk 2016 das Hörspiel Intervallum – Eine Hommage an die Pause.

Arbeiten

Scéance Vocibus Avium
Handicap schöne Landschaft
Die Stare von Hjertøya singen Kurt Schwitters
Gebärde
Elfen
Missverständniswissenschaften
BAT

Im Jahr 2008 bat Wolfgang Müller elf Freunde und Freundinnen aus dem Bereich der Popmusik für sein Gesangsrekonstruktionsprojekt um kurzfristige Auflösung ihrer künstlerischen Identität. Sie erhielten nun wissenschaftliche Beschreibungen über das Verhalten einer bestimmten, ausgestorbenen Vogelart und detaillierte Angaben zu deren Gesang. Der Künstler bat um eine möglichst naturalistische, sich an den Aufzeichnungen orientierende Rekonstruktion. Diese sollte den Feldaufnahmen von Vogelgesängen zur Artbestimmung ähneln. Das Ergebnis, zu hören in Müllers Hörspiel Séance Vocibus Avium erhielt den Karl-Sczuka-Preis für Radiokunst 2009. Zu Scéance Vocibus Avium gehört auch eine Serie von Vogelzeichnungen, die seit 2008 entstanden. Eine erste Aufnahme von Séance Vocibus Avium entstand 1994 mit Hilfe der isländischen Schauspielerin Kristbjörg Kjeld. Es ging um die Rekonstruktion der im Jahr 1844 von drei isländischen Seeleuten bei der Tötung von Menschen letztmals vernommenen Lautäußerungen des nordatlantischen, flugunfähigen Riesenalken (alca impennis). Beschreibungen zu den Lautäußerungen und das Verhalten des Vogels entnahm der Künstler dabei unter anderem einem Artikel des Wissenschaftlers Dr. Alfred Newton aus Cambridge in der ornithologischen Zeitschrift Ibis (1858), der die Seeleute ausgiebig befragte. Zudem rekonstruierte Wolfgang Müller den Körper des Vogels, von dem weltweit etwa achtzig Bälge in Museen und Sammlungen existieren.

2007 | 40 x 60 cm | Auflage 3

In seiner 10-teiligen Fotoserie setzte sich der Künstler mit dem Phänomen der "schönen Landschaft" auseinander. Die Überwältigung und Sprachlosigkeit, die allgemein heute beim Anblick isländischer Landschaft entsteht, bezeichnet er als Handicap. In der Zeit vor der Romantik wurden diese Landschaften von den Menschen noch als "hässlich" und "öde" wahrgenommen.

Anfang der 20er Jahre schuf der Dada-Künstler Kurt Schwitters mit der "Ursonate" das wohl berühmteste dadaistische Lautgedicht. Über 70 Jahre später reist der Berliner Konzept-Künstler, Vogel-Liebhaber und Schwitters-Enthusiast Wolfgang Müller auf die norwegische Insel Hjertøya. Eigentlich will er die Hütte fotografieren, in der Schwitters seit 1932 seine Sommer verbrachte. Während der Dokumentation der Überreste von Schwitters Kunstobjekten innerhalb des Häuschens macht Müller allerdings eine überaus kuriose Entdeckung: Die Stare von Hjertøya zwitschern nicht einfach nur fröhlich vor sich hin. Vielmehr erkennt der Künstler im Gesang der Vögel eine Imitation von Schwitters‘ Ursonate. Die Aufnahmen dieser Starengesänge stellt Müller im Jahr 2000 zusammen mit den Fotografien von Schwitters‘ Hjertøya-Merzbau in der Berliner Galerie „Katze 5“ aus.

Eine absurde Wendung bringt ein Schreiben der Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs GmbH, die den Nachlass des Dada-Künstlers verwaltet. Der Verlag vermutet in den von Müller aufgenommenen Vogelstimmen eine Urheberrechtsverletzung. Müllers Hinweis auf die Schwierigkeit, die betroffenen Stare zum Einstellen der Rezitation des urheberrechtlich geschützten Klangmaterials zu überzeugen, führt schließlich zu einem bemerkenswerten Urteil des Max-Planck-Instituts für Geistiges Eigentum: Da es sich bei den Aufnahmen um Naturgeräusche handelt, liegt hier keineswegs eine Urheberrechtsverletzung vor. Von juristischer Seite steht der Ausstellung sowie der weiteren freien Rezitation der Ursonate durch die folgenden Starengenerationen auf Hjertøya nichts mehr im Wege.

Im November 1998 ließ Wolfgang Müller, die Musik der ersten Vinyl-LP  „ “ der Tödlichen Doris öffentlich aufführen: Die Gebärdendolmetscherinnen Dina Tabbert und Andrea Schulz übertrugen und gestalteten Texte und Musik ausschließlich in Gebärde und Zeichen. Das Ergebnis dieser Transformation von Musik in ein anderes Medium ist eine Gehörlose Musik, die sich ausschließlich im und durch den Körper, Gebärden, Bewegungen, Interaktionen und der Mimik äußert. 
Die Frage nach dem Außermusikalischen, Unmusikalischen und Übermusikalischen warf Wolfgang Müller schon mit der Tödlichen Doris auf. Er regte die Zusammenarbeit mit gehörlosen Künstlern wie Gunter Trube an, der seit seinem Umzug nach Westberlin zu seinem Bekanntenkreis zählte. So kam es dazu, dass Gunter Trube 1981 im Studio die Bassfrequenzen eines Tödliche Doris-Stückes auswählte Der Tod ist ein Skandal: extrem tiefe, unregelmäßige Schwingungen, welche die vor den Boxen ausgelegten Trockenerbsen in hüpfende Bewegung brachten.
in Beitrag von Gunter Trube war Teil der Ausstellung Gebärde Zeichen Kunst. Gehörlose Kultur / Hörende Kultur, die Wolfgang Müller zusammen mit An Paenhuysen 2011/2012 im Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien kuratierte. Gebärde Zeichen Kunst präsentierte Kunstwerke, welche an den Schnittstellen zwischen Gehörloser und Hörender Kultur entstanden. Als Zeichen der Ausstellung kreierte Müller eine Möbiusschleife, eine Plexiglasskulptur in rot, gelb und blau. Dazu Wolfgang Müller: "Die Möbiusschleife kennt kein Oben und kein Unten. Ihr Oben und Unten sind ununterscheidbar. Sie kennt kein Innen und kein Außen, weil ihr Außen das Innen und ihr Innen das Außen zugleich ist." Zum Thema Möbiusschleife gehört auch eine Serie von Zeichnungen, die seit 2011 entstanden.

Island wurde für den Künstler ab 1990 zum neuen Material zwischen fest und hart, unsichtbar und sichtbar, materialisiert und entmaterialisiert. So entstanden Skulpturen, Zeichnungen, Videos, Hörspiele, Musikstücke, Fotografien und Bücher. Úlfur Hróðólfsson wurde zum isländischen Alter Ego von Wolfgang Müller. Es entstand aus der Übertragung seines Namens in die Systematik der isländischen Namensgebung. Alle Werke von Wolfgang Müller, die in Island entstanden sind, tragen die Signatur Úlfur Hróðólfsson. Als "Elfenexperte" wurde der Künstler schon bald in viele populäre deutsche Talkshows eingeladen. So entstand das Video Wolfgang Müller zu Gast bei… – Anschauungsmaterial zur Ästhetik des Phänomens von Talk- und Reality-Show zum Ende des 20. Jahrhunderts. 
1996 ließ Wolfgang Müller nach den detaillierten Beschreibungen der isländischen Elfenbeauftragten Erla Stefánsdóttir, einen Elfenkindersandkasten herstellen. Der Sandkasten wurde aus Acryl, dem gleichen Material wie die Möbiusschleife gebaut: Plexiglas ist für den Künstler ein Material zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem. 
1996 entstand Freyjas Tränen aus Bitterfeld - auch Die Bitterfelder Zwergenkette genannt, November 2007 in einem Plexikasten montiert. Die 4,30 Meter lange Kette wiegt 668 Gramm, besteht aus 22 Millionen Jahre altem Bitterfelder Bernstein und wurde von den Zwergen Alfrigg, Dvalinn, Berlingr und Grerr für die Liebesgöttin Freyja hergestellt. 
2007 wollte das Center of Iceland Art mit einem Fragebogen wissen, wie Moderne Kunst aus Island im internationalen Kunstbetrieb noch erfolgreicher werden könnte. Aus dieser Fragestellung entwickelte Wolfgang Müller in Diskussionen mit dem Saving-Iceland- Aktivisten Hrafnkell Brynjarsson im Mai 2008 das Kunstwerk Frjáls framlög fyrir hina íslensku list (Kleine Spende für die isländische Kunst). Im Oktober 2008 verliert das im Zentrum des Objekts in einer Spardose ruhende Geld zeitweise bis zu 75% seines Wertes gegenüber dem Euro. 
Via Umschweifungen oder Détours über Island kommt Wolfgang Müller oft in Deutschland an: so auch in Huldamanna Saga und Evas ungleiche Kinder, 2000. Beide Märchen - Huldamanna Saga und Evas ungleiche Kinder - sind im Ursprung sehr ähnlich, in der Handlungsfolge und den Rollenverteilungen aber völlig anders. Das isländische Märchen, aufgezeichnet von Jón Arnasson, ist eine Art Elfen-Genesis, die im Video von Þorhallur Arnarsson in isländischer Gebärdensprache (Íslensk Taknmál) vorgetragen wurde. Das deutsche Märchen stammt von Jacob Grimm und wird im Video in deutscher Gebärdensprache (DGS) von Thomas Zander vorgetragen. Die Kopfhörer werden in der Installation zum Hilfsgerät für den hörenden Betrachter, der die auf Deutsch/ bzw. Isländisch erzählten Märchen hören möchten. 
2002 organisierte der Künstler einen Gesangsvortrag der Goersch'schen Chorgemeinschaft Baruth aus Brandenburg mit dem isländischen Lied Sálmur yfir víni. Die Melodie entstammt Joseph Haydns 1797 als Kaiserhymne komponiertem Lied. Hoffmann von Fallersleben vertonte weiterhin mit dieser Melodie sein Lied der Deutschen. Eine isländische Vertextung der Haydnmelodie stammt vom Dichter Hannes Hafstein. Seine Variante, gesungen von der Goersch'schen Chorgemeinschaft Baruth, handelt davon, dass Rotwein ein Geschenk Gottes sei.

Der Schriftsteller Marcel Beyer bezeichnete Wolfgang Müller als “Erforscher von Missverständnissen” – als einen Missverständniswissenschaftler.
1993 machte Wolfgang Müller eine Ergänzung zum Betriebssystem "Kunst". Er benannte die Eigenschaften, Aktivitäten und andere Elemente, die elementarer Teil des Kunstsystems sind.

Die Konstruktion der Realität in den Medien erforschte Wolfgang Müller gemeinsam mit Françoise Cactus im Buch Wollita - vom Wollknäuel zum Superstar mit CD inklusive in 2005. Es erzählt die Geschichte von Wollita, 18 Jahre alt, die in einer Medienkampagne vom Bild und BZ zum "Porno-Star" erklärt wurde. Sie ist eine 1,74m große Puppe, die von Cactus für die Ausstellung When Love Turns To Poison im Kunstraum Kreuzberg gestrickt wurde. 
"Ich sehe, was Du nicht siehst"-Preis: 2007 wurde von Françoise Cactus, Wolfgang Müller und Martin Schmitz Verlag der Wollita Kulturpreis ins Leben gerufen. Ausgezeichnet wurden Persönlichkeiten und Institutionen, die das Denken geöffnet haben und Räume für neue Qualitäten in Kunst, Kultur, ja sogar im Leben geschafft haben. Die Preisgewinner: März-Verlag (2007), Ming Wong (2008), Robotron (2009), Dietrich Kuhlbrodt (2010), Michaela Melián (2011) und Christine Sun Kim (2012).

"Kunst ist immer politisch, und Politik ist immer ästhetisch", so meint Wolfgang Müller. Was ist mit dem Blau-Gelb der FDP? Soweit bekannt ist, liegt der Ursprung der Farbwahl in einer Ausschreibung unter Designern, die sich für Blau HKS 43 und gelb HKS 3 entschieden. Im Wahlkampfjahr 1995 besorgte sich Wolfgang Müller diverse aktuelle Werbematerialien der Partei in Berlin: Fähnchen, Parteiprogramme, Wahlkampfplakate, Lutscher, Eiskratzer, Sticker, Broschüren und einen blau-gelben Sonnenschirm. Diese Materialien bedruckte er mit der Silhouette der blau-gelb gefärbten Blaumeise (parus caeruleus). Damit legt er eine metaphysische Ebene der Partei offen: "Wie die blau-gelbe Blaumeise, Parus caeruleus, kämpft die FDP zuallererst um ihr Überleben und das Fortkommen ihrer Brut. Das ist ihre Ideologie."

Als Kreuzberger Blaumeisenzüchter und -schlächter auf der taz-Satireseite von Claudia Schandt (Pseudonym) diffamiert, gerät Wolfgang Müller ins Visir der Berliner Kripo. Tierliebende Zeitungsleser erstatteten Anzeige wegen Verstoß gegen das Artenschutzgesetz. Als Wolfgang Müller die Kripobeamten überzeugt, dass Blaumeisen Einzelgänger sind und daher nicht in größerem Umfang züchtbar, wird die Strafverfolgung eingestellt. Die taz titelt: "Der Kreuzberger Blaumeisenschlächer wehrt sich: Ich bin Opfer einer Intrige." Wolfgang Müller schlägt Nan Goldin vor, mit ihm gemeinsam eine Ausstellung mit dem Titel BLUE TIT zu machen. Die New Yorker Fotografin fotografiert Steiffblaumeisen auf Zimmerlinden, gedeckten Tischen und nimmt einige ausgestopfte Blaumeisen im Wiener Naturkundemuseum auf. Der Ausstellungsbeitrag von Wolfgang Müller besteht aus mittig zersägten isländischen Riesenkieseln, in welche Blaumeisensilhuetten graviert sind. 

Im Zuge seiner Recherche für Subkultur Westberlin 1979 -- 1989. Freizeit begegnete und fotografierte Wolfgang Müller im Jahr 2008 Ratten-Jenny. Während des Gesprächs zeigte sie das Gegenstück zum Martin Kippenbergers Dialog mit der Jugend. In der offiziellen Biographie des Künstlers heißt es, eine Frau namens "Ratten-Jenny" habe ihm mit einer Gruppe von Punks am Cafe Central aufgelauert, überfallen und schwer verletzt. Dazu Ratten-Jenny: "Ich habe ihn ja mehrfach getroffen. Kippenberger brüllte jedenfalls herum, als er mich sah: "Die wollen wir hier nicht!" und so; er schob mich mit Gewalt zum Ausgang. Er schubste, bis ich vor der Tür der Länge nach hinfiel - mit dem vollen Glas in der Hand. Das Glas zerbrach und schlitzte meine rechte Innenhand der Länge nach tief auf. Es blutete höllisch. Ich bin aufgestanden, in der blutenden Hand noch den Henkel und den halben Humpen. Und dann habe ich das Restglas so (schiebt den Arm langsam vor der linken Hälfte des Halses hoch ins Gesicht) gedrückt und geschoben."

2010 kuratierte Wolfgang Müller zusammen mit An Paenhuysen die Ausstellung Pause. Valeska Gert - Bewegte Fragmente. Die Künstlerin Valeska Gert (1892-1978) performte in 1919 die Pause. Vor einem Vorhang hob sie ihre Hände über den Kopf, sank etwas in sich zusammen und verharrte regungslos in dieser Position – bis zum Ende der Kinopause: Bewegung der Nichtbewegung. Diesen radikal-sinnlichen Tanz verglich Thomas Gladysz in der Huffingtonpost mit John Cages “stiller” Musikkomposition 4’33“.

Felarufeie – Frisland den Frisen: Diese Installation besteht aus drei original Landkarten dreier Jahrhunderte (Ruscelli 1574, Mercator 1607 und Laurent 1770), welche die Phantominsel Friesland zeigen. Ein Neonlicht-Friesland-Ideogramm tastet den Raum nach den Fragen ab: Wer und was konstruiert und definiert Identität und Wirklichkeit? Wo hört das Leben auf und fängt die Kunst an und umgekehrt? Die neuentdeckten Inseln, darunter als bekannteste das Eiland Friesland/Frisland tauchten seit der Veröffentlichung eines anonymen Buches 1558 bis Ende des 18. Jahrhunderts auf zahlreichen Landkarten und in Reisebeschreibungen auf, die in verschiedene Sprachen übersetzt wurden. Dann verschwanden die Phantominseln spurlos. 

Während Wolfgang Müllers Interesse in den 1980er Jahren vor allem bei Klang, Musik und dessen Materialisierungsformen lag, verlagerte sich sein Fokus am Anfang der 90er wieder stärker ins Visuelle. Als Michael Jackson im Jahr 1987 seine LP BAD veröffentlichte, folgte Wolfgang Müller kurze Zeit darauf mit der LP BAT. Auf dieser LP befinden sich die hörbar gemachten Ultraschallecholaute von acht einheimischen Fledermausarten. Fledermäuse "sehen" ihre Umgebung, ertasten den Raum durch die Echos der von ihnen ausgestoßenen Laute, die von Biologen Knalle genannt werden: Sie sehen buchstäblich mit ihren Ohren. 
 

CV

Ausstellungen

2017
Stare in Hjertoya singen Kurt Schwitters, Galerie K', Bremen

2016
Stare in Hjertoya singen Kurt Schwitters, Goethe-Institut Prag, Tschechien.

2015
Katharina Raab Galerie, Berlin

2013
Die Hand der Frau die Kippenberger schlug, Maifoto, Berlin
Realitäten, Mila Kunstgalerie, Berlin
Plasmabrocken – Die Kunst der Zukunft, Galerie K‘, Bremen

2012
Ähnlichkeit und Differenz, Galerie Holger Priess, Hamburg

2011
Extra und Gleichzeitig, Kunsthaus Dresden
Lokomotion, Crystal Ball, Berlin

2009
Séance Vocibus Avium, Dörrie + Priess, Berlin/Crystal Ball, Berlin
Die Gesamtheit als Nebelskulptur, Galerie Parisa Kind, Frankfurt
Küchenmusik, Preteen Gallery, Herosillo, Mexico
Von Geld und Vögeln, Kunsthaus Erfurt
Séance Vocibus Avium, Kunstverein Aachen

2008
Die Riesen werden mich für argr halten, Borgarbóksafn Reykjavikur, Island

2007
Neues von der Elfenfront; Dörrie * Priess, Berlin
Soundless Music, alt.gallery, Newcastle upon Tyne, England
Handicap schöne Landschaft; Galerie Parisa Kind, Frankfurt am Main
Welcome Home (Max und Wolfgang Müller), Kunstverein Schloß Wolfsburg

2006
C.I., Halbe Wand, Bonn
Felarufeie! (mit Hartmut Andryzuk), kunst:raum sylt quelle, Rantum

2005
Forsøk på å beskrive nye gester til det norske tegnspråket, Tegnerforbundet, Oslo

2004
Stare auf Hjertoya singen Kurt Schwitters, Installation, Podewil, Berlin

2003
MÜLL, Dörrie & Priess Galerie, Hamburg
Ableger II, Galerie am Weinberg, hofgrün Berlin

2002
Kalanchoe pinnata/Brutblatt, Nýlistasafn, Reykjavík Island
Napoli durante la mia assenza (Neapel während meiner Abwesenheit), Büro Neapel, Italien

2001
ZWEIGSTELLE, Eröffnung einer Filiale der Walther von Goethe Foundation durch den isländischen Botschafter Ingimundur Sigfússon und einem Isländischkurs von Françoise Cactus, Brezel Göring und Kristján Valur Jónsson im Frisör BEIGE Berlin.

2000
Videoinstallation Wolfgang Müller zu Gast bei..., (Altes Hauptzollpostamt) Museum für Moderne Kunst, Frankfurt
Wolfgang Müller zu Gast bei..., Video Galerie 88, Hamburg
Hausmusik, Stare auf Hjertøya singen Kurt Schwitters, Galerie Katze 5, Berlin
Goethe's isländische Reise, Gulahusid, Reykjavík
Total frei! www.die-toedliche-doris.de

1999
Die Tödliche Doris - Kunst, Kunstamt Kreuzberg, Berlin
Zehn Zeichnungen „Im Badezimmer“ der Galerie Andreas Schlüter, Hamburg

1998
Ný Goethe-stofnun í Reykjavík Eröffnung eines neuen Goethe-Institutes in Reykjavík, Nýlistasafnid, Island

1997
Die Krise, Galerie Andreas Schlüter, Hamburg
Hulinhjálmstein, Nýlendugata 15, Reykjavík, Island
Cul de Fjallabak (mit Kjetil Skøien), Møre og Romsdal Kunstnersenter, Molde, Norwegen
Die Auren Kasselaner Elfen, Galerie Martin Schmitz, Kassel

1996
p.c. , Galerie Martin Schmitz, Kassel
U.H.: parus caeruleus, Westwerk, Hamburg
Ný verk, Nýlendugata 15, Reykjavík, Island

1995
blue tit (mit Nan Goldin), Swinger1 Galerie, Berlin
Die Riesen werden mich für argur halten, Schwules Museum, Berlin
parus caeruleus, Swinger Galerie, Berlin
An einem anderen Ort zur selben Zeit, Galerie 0-2, Berlin

1994
bláigða-blámeisa/ Leyndardómar Austfjarða, Myndhöggverafélag, Reykjavík
Weißer Burgunder aus Schweigen, Galerie Von Witzleben, Karlsruhe
Neidschuhe, Schuhmodellwerkstatt Schöpf, Berlin

1993
Sympathetische Tintenzeichnungen, Galerie Tröster & Schlüter, Frankfurt/M
Der Zauberer Wolfgang Müller zeichnet mit Geheimtinte, Swinger Galerie,Berlin.
Zaubertintenzeichnungen, Galerie Martin Schmitz, Kassel
Wetterbilder & Wetterblumen, Galerie Von Witzleben, Karlsruhe
CoCl² LP, Galerie GELBE Musik, Berlin

1992
Galerie Von Witzleben, Karlsruhe
Spickzettel, Friseur in der Botschaft e.V., Berlin
Goethe-Institut Oslo (mit Kjetil Skøien), Norwegen

1991
Aus den Lagerbeständen der Tödlichen Doris, Galerie Von Witzleben, Karlsruhe
Autogramme, Galerie Martin Schmitz, Kassel
"Neue" Arbeiten, Galerie Tröster & Schlüter, Frankfurt/M

1990
Eigene Vorschläge, (Die Tödliche Doris) Kunsthalle Bremerhaven
Land ohne Eisenbahn: Island, Swinger Galerie, Berlin

1989
BAT, Galerie Martin Schmitz, Kassel

1988
Vino da tavola bianco, Swinger Galerie, Berlin
German ZEN, Galerie Morgenland, Hamburg

1986/87
Projekt Galerie EISENBAHNSTRASSE, (mit Ueli Etter) Berlin


Ausstellungsbeteiligungen

2020
Meeting in Language, Städtische Galerie Delmenhorst

2017
DEJIMA, Konzepte von Ein- und Ausschluss, Gesellschaft für Aktuelle Kunst Bremen
Up and down, Kindl, Zentrum für zeitgenössische Kunst, Berlin

2016
Punk. Sus rastros en el arte contemporáneo
Museo Universitario del Chopo, Mexico City
A Visit from Ghosts, Visual Culture Research Center, Kiew, Ukraine
Die unbestimmte Form, Galerie K', Bremen
Gutes Böses Geld, Staatliche Kunsthalle, Baden-Baden
Geniale Dilletanten, Ambush Gallery, Sydney,
Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

2015
Echos und Netze, queeres Hörfest, Bethanien, Berlin
Geniale Dilletanten, Haus der Kunst, München
Und weg mit den Minuten, Dieter Roth im Hamburger Bahnhof, Berlin
In guter Nachbarschaft, Museum der bildenden Künste, Leipzig

2014
Uwe Johnson | Zwei Ansichten, Galerie Wolkenbank, Rostock
Schrill Bizarr Brachial. Das Neue Deutsche Design der 80er Jahre, Bröhan Museum, Berlin
52°31'N, 13°24'E, Galerie Mila, Berlin

2013
Die Irregulären. Ökonomien des Abweichend, NBGK Berlin
Realitäten. Valeska Gert - Wolfgang Müller, Galerie Mila, Berlin

2012
Gebärde Zeichen Kunst, Hörende Kultur - Gehörlose Kultur, Kunstraum Kreuzberg
Odor Water Limo, Luktvasslimo, Norwegen

2011
Let the Rhythm Hit ´Em´, Kunstraum Kreuzberg, Berlin
Kosmas (mit Max Müller), Rumpsti Pumsti Plattenladen, Berlin
Séance Vocibus Avium, Kunst für Tiere, Werkleitz Festival, Zoo Halle
art project room, ART ZONE, Kyoto, Japan
Without Destination, Reykjavík Art Museum, Iceland
Und was heißt schon New York? Galerie Parterre, Berlin
Lokomotion. Valeska Gert, Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Potsdam
Westmauer & Schamanen, Institutberlin, Berlin
Aufnahme! Stimmenexperimente seit 1914, Shift Festival, Basel

2010
Sounds. Radio - Kunst - Neue Musik, ZKM Karlsruhe, NBK Berlin
Die Pause nach Valeska Gert (Video), Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart, Berlin
Der Flüchtling (Video), Performing the Future, Haus der Kulturen der Welt, Berlin
RECAST, HBC Berlin

2009
Kunst und Kalter Krieg. Deutsche Positionen 1945-1989
Art of Two Germanys / Cold War Cultures, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg
Deutsches Historisches Museum, Berlin
MOMAK, Los Angeles, USA
SEE THIS SOUND. Promises in Sound and Vision
Lentos Kunstmuseum Linz Art Museum Linz

2008
Bielefelder Gefühl, Kunstverein Bielefeld
Vertrautes Terrain, Akutelle Kunst in/über Deutschland, ZKM Karlsrueh
PUNK, Stil-Kunst-Revolte, Kunsthalle Wien

2007
Werke aus der Sammlung der Nationalgalerie,
S-8-Filme von Die Tödliche Doris im Hamburger Bahnhof
WALK – Spazierengehen als Kunstform, Kunstraum Kreuzberg
Kunstraum, München

2007
Zugespitzt, Villa Merkel, Esslingen
„Über-Mutti“-Video in der Ausstellung 40jahre videokunst.
K21, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, ZKM Karlsruhe, Kunsthalle Bremen,
Lenbachhaus München, Museum der bildenden Künste Leipzig

2005
Nordlicht, Islandbilderfestival, Cologne Artspace, Köln
Utopia, Stadtmuseum Jena, Kabinett

2004
Kunst im kleinen Format, Overbeck-Gesellschaft, Lübeck
Trienale der Kleinplastik, Fellbach
...anders laufen, Galerie 0 2, Berlin

2003
Luft, Galerie am Weinberg, Berlin
Mothers of Invention, Museum für Moderne Kunst, Wien

2002
Dilettanten, Steirischer Herbst, Forum Stadtpark, Graz
Engel & Teufel, Dörrie * Priess, Hamburg
Klopfzeichen, Museum der bildenden Künste, Leipzig
Klopfzeichen, Folkwang Museum, Essen
The Music in Me, Gesellschaft für aktuelle Kunst, Bremen
Der Gemischte Chor Baruth e.V. singt Sálmur yfir víni, Baruth
Der (im)perfekte Mensch, Martin-Gropiusbau, Berlin

2001
Der (im)perfekte Mensch, Hygiene-Museum Dresden
Sommerkino, Galerie Weißer Elefant, Berlin
Frostadavatn, Galerie im Prater, Berlin

2000
Der Hybride Garten, Galerie auf Zeit, Braunschweig
Picture Show, Kunsthof, Berlin
Die Schöne Gärtnerin, Goethe-Institut, Lomé, Togo
Essensbilder, Restaurant Manzoni, Berlin
Der Hybride Garten, Gärtnerei hofgrün, Berlin
Museum der Werdenden Künste, Fredicianum, Kassel

1999
Berg-Äther, Einsiedlerbibliothek Sattelalm, Italien

1998
Kleinigkeiten, Galerie Artacker, Berlin
Winterloch, endart, Berlin

1996
Ostseebiennale 1996, Rostock
Nýlistasafnid, Reykjavík, Island

1995
dagegen-dabei, Kunstverein Hamburg
viber, Galerie O-2, Berlin

1994
Das Genre Tier, Interimsgalerie der Künstler, München;
Städtische Galerie Tuttlingen; Kunstwerke Berlin

1993
Galerie Ascan Crone, Hamburg
Knochen-Geld, Galerie O-2, Berlin
Tröster & Schlüter, Frankfurt/M
malalties socials, Casal Lambda, Barcelona, Spanien

1992
Die Galerie der Glücklichen, Portikus, Frankfurt
Geld oder Leben, Galerie Von Witzleben, Karlsruhe
Tiere, Tröster & Schlüter Galerie, Frankfurt
Das Kreuz in der Gegenwartskunst, Hospitalhof, Stuttgart

1991
Interferenzen, Riga, Lettland und St.Petersburg, Russland

1988
Kunstverein München (mit Die Tödliche Doris)

1987
Die Tödliche Doris: Die Gesamtheit allen Lebens und alles Darüberhinausgehende, documenta 8, Kassel

Bücher (Auswahl)

Aus Liebe zur Kunst | 2018 | Verbrecher Verlag, Berlin
Bewegte Fragmente, Valeska Gert (Hg. W. Müller/A. Paenhuysen) | 2013 | Hybriden Verlag, Berlin
Subkultur Westberlin 1979 – 1989.Freizeit“ | 2012 | Fundus, Philo Fine Art Verlag, Hamburg
Gebärde Zeichen Kunst (Hrsg. mit An Paenhuysen) | 2012 |Martin Schmitz Verlag, Berlin
KOSMAS. Roman | 2011 | Verbrecher Verlag, Berlin
Valeska Gert. Ästhetik der Präsenzen | 2010 | Martin Schmitz Verlag, Berlin
Neues von der Elfenfront – Die Wahrheit über Island | 2007 |  Edition Suhrkamp, Frankfurt/M
Wollita – Vom Wollknäuel zum Superstar (Co-Autor Francoise Cactus) | 2006 |Martin Schmitz Verlag, Berlin
Die Neue Nordwelt | 2005 | Verbrecher Verlag, Berlin

J.W. von Goethe „Der Versuch die Metamorphose der Pflanzen zu erklären in isländischer Erstübersetzung | 2002 | Schriften der Walther von Goethe Foundation, Rekjavik
Die Elfe im Schlafsack | 2001 | Verbrecher Verlag, Berlin
Die Nixen von Minsk | 2001 | Hybriden Verlag, Berlin
Hulidhjálmsteinn | 2001 | Hybriden Verlag, Berlin
BLUE TIT - das deutsch-isländische Blaumeisenbuch - Þýsk-íslensk blámeisabók | 1998 | Verlag Martin Schmitz, Berlin
Die Hormone des Mannes (Hrsg.) | 1995 | Verlag Martin Schmitz, Berlin
Geniale Dilletanten (Hrsg.) | 1982 | Merve-Verlag Berlin
Comic-Trips, Der Banalcomic als Bestandteil künstlicher Schöpfungskraft, Die Sprechblase als Seifenblase (platz!) | 1980 | Verlag rosa Winkel, Berlin


Musik und Hörspiel

Fanning – Panning (mit Christine Sun Kim) | 2013 | squoodge records
Learning Mohawk in 55 minutes / Séance Vocibus Avium | 2013 | intermedium records
Séance Vocibus Avium | 2008 | fangbomb, Göteborg, Schweden
Zwei Herzen | 2005 | VOD, Friedrichshafen
Schuld-Struktur (mit Namosh) | 2005 | monitorpop, Berlin
Mit Wittgenstein in Krisuvik | 2003 |A-Musik, Köln
Islandhörspiele | 2002 | Martin Schmitz Verlag, Berlin
Hausmusik - Stare von Hjertøya singen Kurt Schwitters | 2000 | Galerie Katze
BAT | 1987 | DTD Records, Berlin


Sammlungen

Kunstverein Wolfsburg
Design-Universität Kobe, Japan
Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart
Deutsche Bücherei Leipzig und Frankfurt
Literaturarchiv Marbach; Bayerische Staatsbibliothek
Zentralbibliothek Berlin
Sackner-Archiv/Miami Beach
HBU Braunschweig
Schwules Museum Berlin
Schloß Moritzburg/Landesmuseum Sachsen-Anhalt
Kunsthalle Hamburg
Studienzentrum für Künstlerpublikationen/Weserburg - Museum für moderne Kunst, Bremen